Die kleine Ortschaft Tägerig im Kanton Aargau, nahe Mellingen an der Reuss gelegen, wurde im 19. Jahrhundert durch einen Brand nahezu vollständig zerstört. Der anschliessende Wiederaufbau fiel in die Epoche des Biedermeier und prägte das Dorf mit grossmassstäblichen Herren- und Bauernhäusern, symmetrischen Fassaden und markanten Kreuzfirstdächern.
Der Neubau des Einfamilienhauses entsteht am südlichen Rand der Dorfzone am Übergang zwischen dem eiszeitlich geformten Reusstal und dem höher gelegenen Plateau. Der rund 11 m hohe Geländesprung führte zur Konzeption eines Splitlevel-Gebäudes mit hangseitig versetzten Ebenen. Ein zentrales Treppenhaus mit Durchlade-Lift verbindet die Geschosse, um die sich 14 Eigentumswohnungen als Geschoss-, Maisonette- und Splitlevelwohnungen gruppieren.
Der Massivbau interpretiert die klassische Dreiteilung aus Sockel, Mittelzone und grossem Dach. Holzverkleidete Mittelrisalite betonen die Gebäudemitte, während halbgefasste Holzbalkone plastisch vor die Fassade treten. Die Baubewilligung wurde 2025 erteilt.